Richtig ausgemistet – und danach?

Ich habe euch ja erzählt, dass ich meinen Kleiderschrank mal so richtig aussortiert habe. Den Inhalt konnte ich doch tatsächlich halbieren und fühle mich jetzt, nach 2 Wochen, immernoch ganz hervorragend, wenn ich an die Aktion denke.

Die 3 großen, gefüllten Reisetaschen standen danach in der Wohnung herum und es war ein Wink des Schicksals, dass ein vielversprechender Nachtflohmarkt bevorstand. Ich meldete mich also an, fragte Freund und Freundin, ob sie nicht auch Lust hätten, mitzumachen und schon war der Samstagabend verplant.

ninutschkanns_flohmarkt2Es war mein dritter Flohmarkt und ich kann euch wirklich nur empfehlen mal sowas mitzumachen. Man hat das Gefühl, richtig was zu schaffen und den Tag zu nutzen. Zu Beginn fühlt ihr euch vielleicht gestresst, gerade wenn der Flohmarkt früh am Morgen beginnt und man schon halb 5 aufgestanden ist. Wenn er aber zu Ende ist, dann hab ihr schon so viel erledigt, euch mit Menschen unterhalten, wart mal draußen, habt euch von alten Dingen getrennt und (das Beste) sogar etwas Geld dafür bekommen.

ninutschkanns_flohmarkt3Habt keine Angst vor einem Flohmarkt. Mit ein wenig Vorbereitung wird so ein Schnäppchenverkauf zu einem richtig tollen Erlebnis. Ein paar Tipps von mir:

  • Tisch und Stühle: eine Biergarnitur eignet sich wunderbar, ein Tapeziertisch und Klappstühle ebenso
  • Auflagen: eine hübsche Tischdecke, Bettlaken oder eine augediehte Gardine für euren „Verkaufstisch“
  • Kleingeld: denkt an genügend Kleingeld zum Wechseln (für einen Kleider-Flohmarkt reichen 20€ in 0,50-, 1- und 2€-Stücken)
  • Verpflegung: Meistens gibt es auf dem Flohmarkt Essenstände. Ihr könnt euch aber selber Snacks und Getränke mitnehmen, dann sind die schwer verdienten Einnahmen nicht gleich wieder ausgegeben.
  • Musik: Wenn dort keine gespielt wird, nehmt euch eure Lieblingsmusik mit. Ihr fühlt euch direkt wohler und strahlt mehr Symphatie aus. Die vorbei schlendernden Leute werden es bemerken und länger bei euch verweilen.
  • Schreibutensilien: Wenn sich der Flohmarkt dem Ende neigt, könnt ihr „Alles 1€“-Schilder schreiben. Oder ihr verweist von vorn herein auf Super-Angebote, oder, wie ich, auf meinen Blog. Nehmt auch Klebestreifen mit, um die Zettel zu befestigen.
  • Kleiderstange und Bügel: Wer sowas hat, sollte es mitnehmen. Ihr könnt Kleider und besondere Stücke besser platzieren. Nutzt auch eure Umgebung um Sachen zu präsentieren: Auto, Türen, Bäume, Geländer, etc.ninutschkanns_flohmarkt6
  • Kisten: Transportiert eure Verkaufsgegenstände in Koffer oder Kisten. Diese könnt ihr während der Verkaufszeit gut als zusätzliche Präsentationsfläche nutzen. Dreht sie um und stellt sie vor den Tisch. So übersehen die Leute diese wunderbaren Schuhe, die ihr vor dem Tisch aufgestellt habt, nicht.
  • Höhen: Schafft mit unterschiedlichen Höhen und Tiefen Spannung und macht euren Tisch dadurch interessant. Lasst die Blicke der Schnäppchenjäger über euren Tisch wandern und dabei immer wieder was Neues entdecken. Schmuck habe ich bspw. über Zweige, die in einer Vase steckten, drapiert. Kleiderstange und Geländer dienten uns als zusätzlicher Rahmen.
  • Gute Laune & die richtige Einstellung: Ich habe mal wieder festgestellt, dass ihr viel besser auf euch aufmerksam macht, wenn ihr gut drauf seid. Vergrabt euch nicht die ganze Zeit hinter eurem Tisch und lümmelt auf dem Stuhl rum. Ich glaube, ich saß von 4 Stunden, nur etwa 20 Minuten. Die restliche Zeit, ordnete ich die Sachen neu, quatschte mit den vorbeiziehenden Leuten oder guckte, ob entstandene Lücken durch neue Highlights gefüllt werden konnten.
  • Macht euch hübsch: Ihr geht zwar nicht zur Disko, aber kleidet euch am besten nach den Produkten, die ihr anbietet. Ist es Kleidung, so darf es gern etwas auffälliger sein. Die Kunden analysieren euch genau! Achtet aber immer darauf, dass ihr euch wohl fühlt und denkt daran, dass ihr der Spiegel eures Angebots seid.

ninutschkanns_flohmarkt1Natürlich konnte ich bei dem Flohmarkt nicht alles verkaufen. Ich hatte aber das Glück, dass der Organisator einen Second-Hand-Laden direkt nebenan hat, zu dem ich meine übrig gebliebene Kleidung bringen konnte. Andernfalls hätte ich sie zur Kleidertonne oder zum DRK-Laden gebracht. Dazu habe ich beim Zusammenräumen alles nochmal schnell durchgeschaut und nach Intuition sortiert. Bis auf ein paar Vintage- und Marken-Schuhe habe ich alles gespendet.

ninutschkanns_flohmarkt4Nachdem wir den ganzen Stand abgebaut, Kleidung gespendet und das Auto wieder beladen hatten, durfte ich endlich Kassensturz machen! Ich kann euch sagen: WAHNSINN! Der Flohmarkt hat sich für mich wirklich gelohnt, denn ich habe Kleidung für über 150,-€ verkauft. Ein tolles Gefühl!!! Sowohl das Ausmisten, als auch der Flohmarkt sind am Ende also nicht nur gut fürs Wohlbefinden, sondern auch für den Geldbeutel. Und das sind doch zwei unschlagbare Gründe, es selbst mal auszuprobieren.ninutschkanns_signatur

PS: Die Schuhe, die ich nicht kampflos weggeben wollte, findet ihr übrigens beim Kleiderkreisel.

4 Kommentare zu “Richtig ausgemistet – und danach?

  1. Pingback: Refashion: Basics für den Sommer nähen | Ninutschkanns.com

  2. Eine schöne Check-Liste. 🙂 Gerade an den Tipp „macht euch hübsch“ habe ich bisher ehrlich gesagt nie so wirklich gedacht. Ich war bisher meistens auf Früh-Aufstehen-Flohmärkten, so dass ich im Halbschlaf den erstbesten Woll-Pulli heraus gekramt habe und auf MakeUp und PiPaPo wenig Lust hatte.^^ Aber natürlich hast du recht … gerade wenn man Klamotten verkaufen möchte, schauen die potenziellen Käufer bestimmt auch auf das, was man gerade an hat. 🙂 Von dem Nachtflohmarkt habe ich schon gehört, ich war aber bisher noch nie dort. Werde es mir aber vormerken! 🙂

    GLG, Sabrina
    Happiness-Is-The-Only-Rule

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