Transformation eines Kleiderschrankes, oder: Endlich mal richtig ausmisten.

Bald ist der Frühling da. Und was heißt das?! Richtig: Endlich mal richtig klar Schiff machen. Konkret heißt das für mich: Ausmisten. Endlich mal die ganzen dunklen Schubladen öffen, in die man so selten reinschaut und prüfen, ob man das ganze Zeug wirklich noch braucht.

Ich bin natürlich nicht die einzige, mit diesem Vorhaben. In letzter Zeit lese ich immer wieder von Bloggern, die ihren Schrank mal gründlich aufräumen, eine Weile auf Shoppen verzichten oder sich eine Capsule-Collection zulegen wollen. Da für den Freund und mich in diesem Jahr ein Umzug ansteht und ich grade die nötige Zeit dafür habe, habe ich die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und losgelegt. Klar, hin und wieder sortiere ich das ein oder andere Teil aus, aber richtig rigoros wurde ich dabei nie. Ich merke nämlich, dass ich bei dem ganzen Genähe und Upcyceln von alten Kleidungsstücken den Überblick darüber verliere, was ich eigentlich besitze. Aber ich bin mir sicher: Es ist definitiv zuviel.

Ninutschkanns: Kleiderschrank ausmistenSpätestens als meine Hosen-Stange aus dem Schrank gebrochen ist, habe ich mir ernsthafte Gedanken über eine Veränderung gemacht.

Zum Aufwärmen habe ich in den Tagen vor dem Großreinemachen schonmal mein Beauty-Fach, meinen Schmuckkasten und meine Schreibtisch-Schubladen aufgeräumt, ausgewischt und aussortiert. Das hat sich wunderbar angefühlt und ich konnte es kaum abwarten, endlich den Kleiderschrank anzugehen.

Ninutschkanns: Kleiderschrank ausmistenEs gibt natürlich ein paar Leitfäden, die mir bei dieser Aktion wichtig waren und die mich unterstützen sollten:

1. Persönlichen Stil immer im Auge behalten. Neben zeitlosen Basics und Funktionskleidung versuche ich, darf nur das bleiben, was ich viel trage oder etwas ganz besonderes ist.

2. Teile die hübsch sind, aber nicht zu mir bzw. meinem Stil passen, versuche ich zu recyclen und mit meiner Nähmaschine zu ändern.

3. Wenn ich mir unsicher bin, ob ich das Teil weggeben möchte, dann verstaue ich es in einer Kiste und schaue in ein paar Wochen bzw. Monaten nochmal an und entscheide dann.

4. Das meiste, das aussortiert wird, wird gespendet oder verkauft. Das heißt, entweder Flohmarkt, Kleidertonne, Kleiderkreisel, Glückslokal oder H&M. Nur was wirklich oll ist, werfe ich weg.

Ninutschkanns: Kleiderschrank ausmistenDamit das Ausmisten nicht so schwer fällt, habe ich mich natürlich vorher auch in der Blogosphere informiert. Folgende Tipps haben mir geholfen:

1. Einen festen Termin setzen und Zeit einplanen. (Ich habe mich für das Wochenende entschieden, an dem mein Freund nicht da ist und bei dem Chaos in Ohnmacht fallen könnte.)

2. Es „Sich Schön machen„. Schafft euch Platz, wo ihr später eure Klamotten ausbreiten könnt, macht euch eure Lieblingsmusik an und stellt euch euer Lieblingsgetränk in Griffweite. (Und ja, das darf auch ruhig mal ein Gläschen Sekt am Samstagvormittag sein.)

3. ALLES ausräumen und dann endlich mal frisch durchwischen. (Ich hab auch endlich meine Hosenstange wieder richtig festgemacht.)

4. Kleidung in Stapeln sortieren: Behalten, Aussortieren, Entsorgen, Unsicher. Den vierten Stapel überdenkt ihr ganz am Ende nochmal, denn ein „Unsicher“ ist meistens ein „Entsorgen“.

5. Einräumen mit System: Nach Farben und Art des Kleidungsstück. Unterwäsche, Socken, Strumpfhosen jeweils in ein Schubfach. Lange und kurze Shirts, sowie Tanktops und Pullis farblich übereinander gestapelt. Hosen auf die Stange, Kleider und (Strick-)Jacken auf Bügel.

6. Notfallplan: Wenn alles nichts hilft und am Ende doch noch zu viele Kleidungsstücke im Schrank unterkommen wollen, versuche ich die „Bändchen“-Methode. Dabei hänge ich alle getragenen Sachen auf die linke Seite des Bändchens, was nach einem halben Jahr immer noch rechts hängt, wird gnadenlos ausgeräumt. (Ist vlt. grundsätzlich eine gute Idee.)

Ninutschkanns: Kleiderschrank ausmistenLetztendlich habe ich für die Aktion einen Samstag gebraucht. Ich habe mir dabei Zeit gelassen und war am späten Nachmittag fertig.

Ninutschkanns: Kleiderschrank ausmistenWas man nicht so alles findet?! Weiße Kniestrümpfe, noch in D-Mark ausgezeichnet. Das Model auf dem Bild verrät: 90er!!!

Ninutschkanns: Kleiderschrank ausmistenEinen großen Reisekoffer voller Klamotten, die auf einen neuen Besitzer warten und eine gut gefüllte Reisetasche, dessen Inhalt gespendet wird.

Ninutschkanns: Kleiderschrank ausmisten…und da waren doch noch diese unzähligen Schuhe, die mir gar nicht passen oder nicht mehr gefallen.

Ninutschkanns: Kleiderschrank ausmistenAn meiner Sortierung hat sich nicht sehr viel geändert, und auch wenn der Vorher-Nachher-Vergleich keinen großen Unterschied zeigt, beweisen Reisekoffer und -tasche, dass das Ausmisten definitiv nötig war!Ninutschkanns: Kleiderschrank ausmistenÜberall im Netz findet ihr Seiten, auf denen sich Leute mit dem Aussortieren und Aufräumen beschäftigen. Jedes Lifestyle-Journal und jede Frauenzeitschrift hat zu diesem Thema auch schon Ratschläge gegeben. Ich hab hier ein paar Seiten mit detaillierten Tipps für Euch, die mir am besten gefallen haben:

Leicht war das Ausmisten bestimmt nicht. Wenn ich daran denke, was ich mit all den liebgewonnenen und aufgewerteten Kleidungsstücken machen soll, die ich in den letzten Jahren genäht habe, werde ich ein wenig sentimental. Meine lieben Refashionistas: Wie macht ihr das denn? Verschenkt oder verkauft ihr eure selbstgenähten Schätze?ninutschkanns_signatur

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7 Kommentare zu “Transformation eines Kleiderschrankes, oder: Endlich mal richtig ausmisten.

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