DIY: Cape-Umhang selber nähen

WOW! Soeben habe ich ein großartiges Projekt abgeschlossen. Und nun brenne ich darauf, es mit euch zu teilen! Bereits seit einem Jahr pinnt eine kleine Zeichnung von einem Cape an meiner Wand und auch die ein oder andere überflüssige Fleecedecke grinste nach einem Upgrade. Nachdem mir meine Mum am Wochenende das fehlende Puzzleteil (DDR-Stoff) und damit den nötigen Anstoß gab, konnte ich nun endlich beginnen.

Aber Achtung, gleich folgt eine recht ausführliche Anleitung. Und weil ihr danach bestimmt erstmal geschafft seid, gibt es die Tragebilder diesmal erst etwas später. Ich hoffe, ihr habt Spaß beim Lesen und vielleicht auch beim Nachmachen!

Meine Stoffauswahl: zwei alte Vorhänge in schickem Karo-Muster für den Außenstoff meines Capes, eine warme Fleecedecke als Innenfutter und ein karierter Schal.

1. Umhang zuschneiden: Die Grundform des Capes ist ein Kreis. Diesen habe ich zurechtgeschnitten, indem ich die Decke zunächst 2x mittig gefaltet und dann mit Hilfe eines selbstgebauten Zirkels* einen 1/4 Kreis skizziert habe. Nachdem ich den Stoff eintlange der Markierung zugeschnitten habe, habe ich die Form auf meinen Vorhangstoff übertragen. Mit etwas Zugabe habe ich dann auch diesen ausgeschnitten. Für den späteren Ausschnitt kam pro Stoff noch ein Loch für den Kopf dazu. Da mein Vorhang aus zwei Bahnen bestand, musste ich diesen nach dem Zuschnitt zusammenfügen.

*Tipp: Für einen großen Zirkel befestigst du an einer Schnur mit deiner gewünschten Länge einen Bleistift am einen Ende (Zirkelspitze) und die Schneiderkreide am anderen. Fixiere den Stift nun in der oberen Ecke des Stoffes und zeichne mit straffem Band und der Kreide einen 1/4 Kreis. Der Abstand zur Mitte ist nun überall gleich.

2. Kapuze nähen: Spontan wollte ich meinem Cape noch eine Kapuze geben. Das Schnittmuster dazu habe ich von einem anderen Hoodie abgepaust.* Um eine möglichst weite Kapuze zu bekommen habe ich die beiden Seitenteile mit einem breiten Mittelstreifen verbunden. Wie auch beim Umhang ist das Innenfutter der Kapuze aus Fleece. Dieses habe ich hier größer zugeschnitten, um die gelochte Borte sichtbar zu machen. Beim zusammennähen beider Teile habe ich die linken Stoffseiten aufeinander gelegt. So werden die Nähte praktisch unsichtbar. Mit einem einfachen Geradstich habe ich dann den roten gelochten Fleece auf den Karostoff gesteppt.

*Achtung: Ich musste meine Kapuze 2x nähen, da sie anfangs viel zu klein war. Das Schnittmuster auf den ersten beiden Bildern ist nicht ganz korrekt, denkt euch einfach die spitze Ecke weg.

3. Kragen: Um nicht auf die anfangs missglückte Kapuze zu verzichten, habe ich zusätzlich einen Kragen genäht, an dem die Kapuze befestigt wird. Das Schnittmuster auf dem Bild zeigt eine Hälfte. In der Rundung wird später die Schulter sitzen.

DIY: Cape

4. Zusammennähen: Nun müssen Umhang, Kapuze und Kragen miteinander verbunden werden. Dazu habe ich erst die Kapuze an die obere Außenseite vom Fleecekragen gepinnt und dann festgesteppt. Den Kragen samt Kapuze habe ich dann wiederum am Umhang befestigt. Um alle Nähte zu verstecken habe ich zuletzt den karierten Kragenstoff auf sein Pendant genäht. Im Anschluss muss außerdem noch der Saum vom Umhang versäubert, umgeschlagen und festgesteppt werden. Ebenso die Stoffkanten von der Öffnung vorn.

5. Knöpfe: Um die Wärme im Cape zu halten wollte ich Knöpfe anbringen, aber nicht irgendwelche, sondern solche die man auch am Duffle-Coat findet. Nachdem ich ein bisschen im Netz gesurft bin und genug Ideen gesammelt hatte, machte ich mich ans Werk. Mit Nadel und Faden, etwas Kunstlederresten und einer Lochzange hatte ich schnell eine Schließe gebastelt. Fädelt dazu die beiden Enden eines schmalen Stoffstreifens durch zwei kleine Schlitze der Lederblende. Fixiert rückseitig mit Garn diese Enden, so rutschen sie später nicht raus. Näht die Schließe per Hand durch die ausgestanzten Löcher am Cape fest. Sucht euch zwei große hübsche Knöpfe für die gegenüberliegende Seite. Um weitere Knöpfe zu verstecken, habe ich mich für Druckknöpfe entschieden. Zum Glück sieht man die nicht…

6. Löcher für einen Gürtel: Ich wollte schon immer einen Gürtel durch ein Cape fädeln, um ihm trotz seiner Leichtigkeit eine gewisse Form zu geben – und diesmal habe ich es ausprobiert. Dazu habe ich, mit einigem Herumprobieren, zwei Punkte rechts und links des Capes in Taillienhöhe an Vorder- und Rückseite markiert. Feststeppen, versäubern und schon hatte ich zwei überdimensionale Knopflöcher. Diese Fixierung formt das Cape auch ohne Gürtel ein wenig.

7. Ergebnis: Tja, und das war’s tatsächlich. Hier nun also mein ersten selbstgenähtes Cape!

Den Gürtel hatte ich noch „übrig“. Ich werde ihn aber noch etwas modifizieren, damit er besser passt.

DIY: CapeWie megacool die Kapuze geworden ist! Ich hätte gern noch etwas von der Borte am Saum angebracht, leider hat sie dafür nicht mehr gereicht.

DIY: CapeDen Kragen finde ich auch richtig gut. Aber mit den Knöpfen bin ich noch nicht 100% zufrieden. Hier werde ich wohl nochmal etwas herumprobieren.

Auch ohne Gürtel gefällt mir das Cape super. Nun kann ich es kaum erwarten mich hinein zu kuscheln und bin total neugierig, wie es sich im Alltag macht.

Anmerkung: Natürlich habe ich mir vorher Anregungen zu meinem Cape geholt. Eine schöne Anleitung findet ihr auch auf Cut Out & Keep. Wer keine Nähmaschine hat sollte das Tutorial von Brit & Co ausprobieren. Und wer mit meiner Kapuzenanleitung nicht zurecht gekommen ist, dem empfehle ich Verflixt & Zugenäht.

Ich hoffe, euch hat die Anleitung Spaß gemacht und freue mich über Kommentare!signatur_wywm

 Auch verlinkt bei RUMS (Rund ums Weib).

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12 Kommentare zu “DIY: Cape-Umhang selber nähen

  1. Pingback: Outfit: Rot-Cape-chen | Ninutschkanns.com

  2. Pingback: Upcycling für Anfänger – Ninutschkanns in der Burda Easy | Ninutschkanns.com

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