Tutorial: Schneller Jeansrock

In den letzten Woche haben sich bei mir diverse Jeans angehäuft, die ich nun endlich verarbeiten wollte. Ein Jeansrock sollte es werden und ich hatte genaue Vorstellungen. Er sollte etwa Knielang sein und weit schwingen. Bei American Apparel habe ich einen gesehen, der mir auf Anhieb gefallen hat. Mit meinen Stoffresten, die ich in Bahnen legen wollte, sollte das auch was werden. Gestern war es nun soweit und da ich nur drei Stunden benötigt habe, ist es der „schnelle“ Jeansrock. Hier ist das Tutorial:

1. Für diesen „schnellen Jeansrock“ benötigt man ausreichend Jeansstoff (mindestens zwei Hosen), eine Schere, ein Maßband, Stecknadeln, Schneiderkreide, eine Schablone (Pappe oder Pauspapier), breites Gummiband und natürlich eine Nähmaschine. Zuerst habe ich bei drei alten Jeans die Beine in Kniehöhe und dann die Seitennähte abgeschnitten. So hat man, je nach Größe und Schnitt, etwa zwölf gleichmäßig große Stoffteile. Hier habe ich mich für die jeweiligen Rückseiten entschieden, da bei allen Jeans Waschungen im Kniebreich waren.

2. Dann habe ich ausgemessen, wie weit meine Taille ist. Diesen Wert habe ich durch sechs geteilt, da der Rock aus sechs Bahnen bestehen soll. Hier habe ich keine Nahtzugabe einberechnet, denn einen Bund kriegt man immer enger (aber nicht weiter) und für eine ausreichende Rocklänge hatte ich genug Stoff. Dann habe ich ein Schnittmuster erstellt. Dieses habe ich ein wenig improvisiert, da mein Karton nicht lang genug war. Ich habe einen Keil ausgeschnitten, der oben 1/6 meiner Taille und unten die schmalste Breite meiner vorliegenden Stoffe hatte. Dieses Schnittmuster habe ich dann auf meine Stoffe gelegt und mit Schneiderkreide abgepaust. Diese Zuschnitte habe ich danach vertikal miteinander vernäht. Mit einem Zickzackstich habe ich die Schnittkanten versäubert. Im Anschluss habe ich die Bundkante umgenäht, damit hier nichts mehr ausfransen konnte.

3. Dann habe ich meinen Rock anprobiert – und musste leider feststellen, dass meine Hüften etwas zu breit für diesen Schnitt sind. Der Winkel in dem ich das Schnittmuster angefertigt habe, war zu klein. Nichtsdestotrotz habe ich weitergenäht, da einige der Jeansstoffe sehr elastisch sind und sich der Rock somit ausreichend dehnen würde. Außerdem musste ich feststellen, dass das provisorische Bündchen sehr locker war. Hier musste ich also auch nacharbeiten und habe im Anschluss den Bund nach innen etwa 2,5 Zentimeter umgeklappt und ihn mit einem Geradstich fixiert. An einer Stelle habe ich fünf Zentimeter offen gelassen, um durch den so entstandenen Tunnelzug das auf etwas weniger als meinen Taillenumfang gekürzte Gummiband zu ziehen. Hier habe ich eine Sicherheitsnadel zur Hilfe genommen. Als ich das Gummi durchgezogen hatte, habe ich die beiden Enden vernäht und die offene Stelle vernäht. Zuletzt habe ich den Saum zweimal umgeschlagen und auch ihn befestigt. FERTIG!

In meinem heutigen OOTD seht ihr den Rock, wie er final aussieht. Ich finde er ist tragbar, aber ich werde (wenn ich es morgen schaffe) einen neuen Versuch starten. Vielleicht verschenke ich diesen hier?!  Mal sehen…

Wer sich dafür interessiert, wie man einen richtigen Circle Skirt macht, der informiert sich im Tutorial von a pair & a space. Wie man eine alte Jeans in einen klassischen Jeansrock verwandelt, verraten euch Sanne von sanne näht und Freddy für die Brigitte. Ein extravagante Version erklärt Dana auf ihrem fashion blog sehr detailliert.  Wer noch weitere Inspirationen für schöne DIY Röcke sucht wird auf Shelterness oder auf Coats & Clarks Sewing Secrets fündig.signatur_wywm

5 Kommentare zu “Tutorial: Schneller Jeansrock

  1. Pingback: DIY Jeansrock & neon-orange – OOTD_130626 | Watching you, watching me!

  2. Danke für die Verlinkung, liebe Nina. Dein neuer Jeansrock sieht sehr gut aus. Ich habe einige Jeans, die unerklärlicherweise geschrumpft sind und nun eine neue „Lebensaufgabe“ suchen ;))).

    Liebe Grüße
    Dana

    • Hey Dana,
      vielen Dank für dein Kommentar. Ich habe mich an einem zweiten Jeansrock versucht – der ist auch gleich viel besser geworden. 🙂

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