Tutorial: Sleeping Beauty

Jetzt habe ich mich mal an einer Idee probiert, auf die mich eigentlich mein Vater gebracht hat. Wer gern Mittagschlaf macht und leider keine super-abdunklenden Jalousien hat, der benutzt sicherlich eine Schlafbrille, die – wenn sie nicht zu fest sitzt – süße Träume garantiert.
Zunächst bat mich mein Freund um eine Brille, die ich aus seinem alten, mittlerweile durchlöchertem Lieblingsshirt zaubern sollte. Nachdem ich ja nun schon zwei Quadrate für mein Langzeitprojekt herausgeschnitten hatte, blieben aber noch 2 kleine Motive übrig, die sich gut in einem kleinen Nähwerk verarbeiten ließen.
Wie ich die Brille genäht habe, zeige ich euch jetzt:
Brille1
1. Zuerst habe ich mir natürlich wieder meine Materialien zusammengesucht. Für eine Schlafbrille braucht man einen Stoff seiner Wahl (ich denke fester Baumwollstoff macht sich am besten – ich habe es mit einem alten Shirt versucht), Futterstoff, Stecknadeln, ein Gummiband und natürlich Nähgarn. Dann macht man sich ein Schnittmuster. Glücklicherweise hatte ich noch eine alte Schlafbrille rumliegen und habe dann von dieser Maß genommen und sie auf einen Karton übertragen. Dann habe ich das Muster auf den Stoff gemalt und plus 1cm Nahtzugabe herumgeschnitten. Das macht man ein weiteres Mal, so dass man dann zwei Brillen-förmige Stoffteile hat. Außerdem habe ich die selbe Form auf mein Futtermaterial gezeichnet und ebenfalls ausgeschnitten. Nun wurde es ziemlich kompliziert. Ich musste Futterstoff und beide Außenseiten exakt aufeinander legen und feststecken. Zu allem Übel sollten die Stoffkanten ja unsichtbar und auch das Gummi noch eingearbeitet werden. Hierzu habe ich dann erstmal alle drei Stoffteile mit Nadeln fixiert und dabei die Kanten sauber umgelegt, so dass am Ende keine Schnittkante rausgeguckt hat. (Über Nacht habe ich mich entschieden die beiden Außenstoffe erstmal auf links zu vernähen und danach das Futter hineinzuschieben. Allerdings hat es sich im Nachhinein nicht so clever herausgestellt.)
Brille2
2. Ihr könnt also erstmal alles sauber feststecken und das Gummi ebenfalls an der gewünschten Stelle fixieren. Dieses müsst ihr natürlich vorher abmessen, damit es um euren Kopf passt. Macht es ruhig etwas lockerer 😉 Nachdem ich die Stoffe auf links vernäht hatte, habe ich auf rechts mit einem Rautenstich über die gesamte Front genäht. Somit wurde das Futter innen befestigt und es ergab sich eine hübsche Ziernaht. Außerdem habe ich noch das alte Marken-Textiletikett des Shirts eingearbeitet – so bekommt die Brille einen wirklich einzigartigen Look. Ihr könnt aber gern auch Biesen, Spitzen oder anderen Firlefanz nehmen und ihn verwenden.
Brille3
3. Zuletzt müsst ihr euch die Brille natürlich aufsetzen und ein Nickerchen machen, um zu testen, ob sie gut sitzt und überhaupt funktioniert 😀

Ich hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und Ausprobieren. Apropos: weiß jemand, wo man gute und günstige Textiletiketten bestellen kann?

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